Filzblick für Brandungsfelsen –
der Deutsche Tennisbund und die Deutsche Tennisschieds- richtervereinigung

Darum ging’s

Um die von der Öffentlichkeit eher unbeachtete Tätigkeit der deutschen Tennisschiedsrichter im weltweiten Filzgeschehen ein wenig prominenter zu präsentieren, wurde zum einen die Webseite der Deutschen Tennisschiedsrichtervereinigung neu aufgesetzt und zum anderen eine Schiedsrichterrubrik auf der Webseite des Deutschen Tennisbundes integriert. motik schrieb für beides die Texte.

 

Textauszüge

Warum Schiedsrichter werden?

Auch wenn sie sich manchmal an einen anderen Ort wünschen, die besten Sitzplätze auf den Tenniscourts dieser Welt haben die Schiedsrichter. Das Spiel hautnah erleben, viele Menschen aus aller Herren Ländern kennenlernen und dabei die Welt entdecken, das macht die Faszination am geübten Filzblick aus. Die Besten dürfen sich bei Grand Slams und Olympischen Spielen beweisen und wie Profischiedsrichter Roland Herfel, von ATP-Turnier zu ATP-Turnier reisen. Aber auch auf regionalem Niveau ist die Aufgabe aufregend, anspruchsvoll und damit eine große Herausforderung.

Die Schiedsrichter-Tätigkeit im Tennis ist übrigens alles andere als eine Männerdomäne. Frauen werden gerne gesehen auf der Pro-Tour und bei der WTA bevorzugt eingesetzt. Die Auszubildenden und Studierenden unter den DTSV-Mitgliedern nutzen das Officiating als Ferienjob, die Berufstätigen als spannenden Ausgleich und einige Wenige betreiben es als Profession.

Ein schöner Nebeneffekt: das Officiating ist ein großartiges Social Network. Außerdem wirkt es persönlichkeitsbildend und schafft Impulse bei Entschlusskraft, Stressresistenz, Selbstbewusstsein, Diskussionsfreude und psychologischem Geschick. Wem das nicht reicht: mit dem Schiedsrichterausweis gibt es freien Eintritt bei allen Bundesligaspielen.

 

Über die DTSV

Seit 1998 ist die DTSV in enger Kooperation mit dem DTB der zentrale Ansprechpartner für alle Fragen rund um das internationale Schiedsrichterwesen im deutschen Tennis. Sie ist die Organisation aller in Deutschland tätigen Schieds- und Linienrichter. Neben einem umfassenden Ausbildungs- und Förderprogramm, das als eines der besten der Welt gilt, ist die Vereinigung zuständig für die Einteilung der Offiziellen zu Turnieren und Mannschaftswettbewerben in Deutschland. Darüber hinaus bestehen weltweite Austauschprogramme mit zahlreichen Länderverbänden und eine vertrauensvolle Kooperation mit ITF, WTA und ATP, über die viele deutsche Unparteiische weltweit zum Einsatz kommen.

Das Kaleidoskop der Mitgliederstruktur ist so bunt wie das deren Einsatzorte. Zu Profiweltreisenden wie Grand Slam Supervisor Sören Friemel und ATP-Schiedsrichter und -Referee Roland Herfel gesellen sich Gerichtspräsidenten, zukünftige Kriminalpathologinnen,  Lehrer, Schriftsteller und Landschaftsarchitekten. Was sie verbindet, ist eine große Leidenschaft für den Tennissport. Und interessanterweise auch: dass sie bei ihren Einsätzen keine Pfeife benutzen.